„Wir haben in unseren Gottesdienst alles gepackt, was unsere Gemeinde ausmacht: Kinder und Jugendliche, Musik, Ehrenamt, Gemeinschaft und Glauben“, war das Fazit am Ende des Gottesdienstes. Bei strahlendem Sommerwetter feierte die Kirchengemeinde Altensittenbach ihr diesjähriges Gemeindefest mit einem „Gottesdienst im Grünen“.
Bereits die Begrüßung durch Thomas Geiger zeigte, dass dieser Gottesdienst bewusst locker und einladend gestaltet war. Die Nähe und das Miteinander standen im Mittelpunkt. Dazu passten auch die fröhlichen Lieder, die Jugendreferent Viktor Ambrusits in launiger Weise begleitete. „Einfach elefantastisch“, Musik von Gott und seiner Welt… Über die ganze Wiese am Friedhof klang das muntere Kinderlied. Danach verabschiedeten sich die Kinder schon zum gemeinsamen Spielen und Basteln am Jugendhaus.
Im Anschluss stellte Viktor Ambrusits die acht neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden vor. Jeder von ihnen hatte einen Gegenstand mitgebracht, der sein persönliches Hobby beschreibt – vom Sportgerät bis zum kreativen Lieblingsgegenstand. Da waren Bälle und Cheerleader-Pompon ein kleiner Traktor und der Mundschutz eines Rugby-Spielers dabei. So wurden die Jugendlichen nicht nur namentlich vorgestellt, sondern auch als Menschen mit eigenen Interessen und Begabungen sichtbar.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Singteam und Posaunenchor gestaltet. Mit einer gelungenen Mischung aus ruhigen, besinnlichen und schwungvollen Stücken gaben die beiden Gruppen dem Fest einen feierlichen und zugleich lebendigen Rahmen. Das Lied vom „Schiff, das sich Gemeinde nennt“ machte deutlich, dass eine Gemeinde ihren Weg nur findet, wenn viele Menschen gemeinsam unterwegs sind.
Pfarrer Jürgen Kleinlein verzichtete – dem Anlass und den sommerlichen Temperaturen entsprechend – auf den Talar und trug lediglich eine Stola. Auch das unterstrich die offene Atmosphäre des Gottesdienstes. In seiner Predigt sprach er über das Licht Gottes, das in jedem Menschen leuchten kann. Immer wieder griff er dabei den Satz auf: „Denn seine Güte währet ewiglich.“ Dieses wiederkehrende Wort aus den Psalmen wurde zum roten Faden der Predigt und war die Botschaft, die viele Besucherinnen und Besucher mit nach Hause nahmen.
Zwischen Fürbitten und Vaterunser wurden langjährige und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt. Thomas Geiger, Ingrid Schwarz und Pfarrer Kleinlein dankten ihnen für ihren treuen ehrenamtlichen Dienst, ohne den ein lebendiges Gemeindeleben nicht möglich wäre.
Geehrt wurden:
10 Jahre: Andreas Appich, Jannik Böheim, Clara Utz, Pauline Utz, Manuela Werthner
20 Jahre: Viktor Ambrusits, Marion Raab
25 Jahre: Johann Hientz, Renate Lukacs, Ludwig Lukacs
30 Jahre: Petra Litz, Gerhard Metzger (auch ein Pfarrer arbeitet manchmal noch ehrenamtlich neben seinem Job), Markus Werthner, Thomas Werthner
35 Jahre: Thomas Maul
50 Jahre: Werner Wild
55 Jahre: Wolfgang Werthner
65 Jahre: Ursula Wolfermann
Zusätzlich geehrt wurde Emil Raab, der sich als „Kümmerer“ lange Jahre intensiv um die Gebäude der Kirchengemeinde gesorgt hat. Er gibt das Amt nun ab an Johann Hientz, der sich dazu bereit erklärt hat.
Passend zur Predigt schloss der Chor mit dem Lied „Herr, das Licht deiner Liebe leuchtet auf“ und nahm damit das Bild des göttlichen Lichts noch einmal auf. Ein schwungvolles Finale setzte anschließend der Posaunenchor, der den Gottesdienst mit beschwingten Tönen ausklingen ließ.
Nach dem Gottesdienst ging das Gemeindefest vor dem Jugendhaus weiter. Bei Gegrilltem, Salaten, Kaffee und Kuchen kamen zahlreiche Gemeindemitglieder miteinander ins Gespräch. Die große Beteiligung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig solche Begegnungen für das Zusammenleben der Gemeinde sind.
Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten Orgateam sowie allen Helferinnen und Helfern, die mit viel Einsatz dazu beigetragen haben, dass dieser Tag zu einem gelungenen Fest wurde.
Text: Christl Schäfer-Geiger; Fotos: Thomas Geiger und Regina Utz
