Am Sonntag Lätare, der als kleine Unterbrechung der Passionszeit einen freudigen Akzent setzt, fand im Gemeindehaus ein besonderer Liederabend statt. Unter dem Thema „Stürmische Zeiten – jeder kennt sie, Jesus auch“ lenkte der Abend auf die aktuelle Lage in der Welt und auf die eigenen Stürme.
Für die musikalische Gestaltung sorgten Annika Maul, Matthias Weider und Daniel Maul, die mit einer gelungenen Auswahl aus deutschen und englischen Lobpreisliedern durch den Abend führten. Sanfte, nachdenkliche Klänge wechselten sich mit kraftvollen, mitreißenden Liedern ab und luden dazu ein, innezuhalten, mitzusingen und die eigenen Gedanken vor Gott zu bringen. Besonders das Lied „Du bist ein starker Turm“ war Ausdruck des Vertrauens in Gottes Führung.
Die Andacht hielt Annika Maul, die sich – angeregt durch einen Film – intensiv mit dem Thema „Stürmische Zeiten“ auseinandersetzte. Sie sprach über das Gefühl der Machtlosigkeit, das viele Menschen angesichts der aktuellen Entwicklungen empfinden. Ausgehend von der biblischen Geschichte, in der Jesus den Sturm stillt, stellte sie die Frage, warum Gott die Stürme unseres Lebens nicht immer sofort besänftigt. Auch wir könnten die Stürme nicht einfach zum Schweigen bringen.
Und doch zeigte sie eine hoffnungsvolle Perspektive auf: Auch wenn wir die äußeren Umstände oft nicht verändern können, so können wir uns an Gott festhalten. Er ist der Halt inmitten aller Unsicherheiten. Es geht darum, das Leben im Vertrauen auf ihn zu leben – gerade dann, wenn es stürmisch ist.
So wurde der Abend zu einer Zeit der Besinnung und der Ermutigung. Ganz im Sinne der Passionszeit – und doch mit einem Hauch von Freude, der den Sonntag Lätare prägt – stand er unter dem Zeichen von Passion und von Gottes Gegenwart.
Christl Schäfer-Geiger
