Ökumene

Schweigemarsch an der kath. Kirche
Bildrechte Thomas Geiger

Etwas über 100 Teilnehmer trafen sich gestern Abend zum Gedenken an die Opfer des Holocaust in der Spitalkirche in Hersbruck.Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten die Ev.-Luth. Pfarrei Hersbruck-Sittenbachtal, die Röm.-Kath. Pfarrei Mariä Geburt Hersbruck, die Ev.-Method. Kirche Hersbruck und die Griech.-Orthod.Metropolie von Deutschland. Immer am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz, findet ein Gedenken und ein Schweigemarsch in Hersbruck statt. Gemeinsam organisiert mit dem Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V. marschieren die Teilnehmer von der Kirche zum Bocchetta-Denkmal "Ohne Namen" am ehemaligen KZ-Gelände. Der Gottesdienst stand unter dem Motto mitgenommen. Kernstück war eine Szenische Darstellung von Jugendlichen die sich um den Koffer des Ur-Opas handelte, der viele Geschichten erzählen könnte. Geschichten erzählen können leider immer weniger Zeitzeugen, diese sterben aus. Umso wichtiger ist das Erhalten der Geschichten und das Erinnern. Denn keiner weiß ob nicht irgendwann auch "wir wieder unter Bedrohung von außen diesen Marsch durchführen", so Martin Chmel in seinen Worten. Die musikalische Ausgestaltung übernahm "Noema". Die örtliche Polizei sorgte für gesperrte Straßen und die Sicherheit der Teilnehmer am Schweigemarsch.

Plakat Gedenkfeier Spitalkirche
Bildrechte Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V.

Der Internationale Holocaust-Gedenktag am 27. Januar erinnert an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren. Wie jedes Jahr findet dazu in Hersbruck eine Ökumenische Gedenkfeier mit anschließendem Schweigemarsch zur Bocchetta-Skulptur im Rosengarten statt. Dieses Mal zum Thema "Mitgenommen" und wieder in der frisch renovierten Spitalkirche. Beginn ist 19.00 Uhr. Die Musik werden Wim Scheuerlein (Gitarre) und Ullrich Reuter (Klarinette, Gesang) beitragen. 

Bereits um 13.30 Uhr lädt Sie „Initiative KZ-Mahnmal Hubmersberg“ zu einer Gedenkfeier am Mahnmal ein - Thema: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Treffen ist am 27. 01. 2026 um 13:30 Uhr im Lindenhof-Garten in Hubmersberg, Gemeinde Pommelsbrunn. Von dort wird schweigend zum Mahnmal an der Straße nach Hohenstadt gegangen, um all der ermordeten Menschen zu gedenken, die im KZ Hersbruck in den letzten Kriegstagen unter unsäglichen Umständen ihr Leben lassen mussten und dann hier verbrannt wurden.

Herzliche Einladung zu beiden Veranstaltungen!

 

 

Gottesdienst auf dem Oberen Markt
Bildrechte Thomas Geiger

„Lieblingsorte“ war das Motto des diesjährigen Altstadtfest-Gottesdienstes auf dem oberen Markt in Hersbruck. Ein Lieblingsort kann der Strand auf der Insel Rügen genauso sein, wie das Altstadtfest in Hersbruck meinte Pfarrer Björn Schukat in seiner Predigt vor über 200 Gottesdienstbesuchern. Gemeinsam mit Pastoralreferentin Ursula Claßen, gestaltete er den ökumenischen Gottesdienst am Sonntag um 9:30 Uhr. Die musikalische Ausgestaltung übernahm ein bunt gemischter Posaunenchor aus allen Pfarreigemeinden unter der Leitung von Anna Schmidt.