Altensittenbachnews

Fünf auf einem Weg 27.09.2026
Bildrechte Pfarrei Hersbruck-Sittenbachtal

Am 27.09.2026 findet um 10 Uhr der nächste pfarreiweite Gottesdienst in der Reihe "Fünf auf einem Weg" satt. In der Johanneskirche wird der Gottesdienst unter dem Thema "Unsere Quelle" von einem Team aus Kirchensittenbach gestaltet. 

Dieses Thema wird Dekan Hans Stiegler i.R. in seiner Predigt aufgreifen. Er war bis 2021 Dekan in Ansbach und Mitglied des Präsidiums der Landesynode der ELKB.

Die sich berührenden Finger aus der Sixtinischen Kapelle
Bildrechte Dr. Gerhard Knodt

Kürzlich – in einem Seminar – sagt eine ältere Frau: „Ich habe jahrelang so geglaubt: Gott ist Vater, der sorgt für mich, der schützt mich. Jetzt ist das anders. Ich kann es nur so sagen, ‚Gott in mir, ich in Gott.‘ Steht das in der Bibel? Was sagen Sie dazu?“
Offensichtlich hat sich etwas im Glauben dieser Frau verändert. Ein neuer Horizont, ein anderes Bild von Gott taucht auf. Tastend will sie wissen, ob das so in Ordnung ist. Kennen sie solche Fragen? Ist es ist nicht so: wir haben Glauben und Beten gelernt. Kindlich übernehmend in der Vorstellung am Anfang. Aber dann werden wir älter – auch im Glauben. Diese Frau hat dazugelernt. Ist die kindliche Vorstellung jetzt falsch? Sicher nicht. Die Sprache, die sie für ihren Glauben gefunden hat, stammt aus einem Choral, „Ich in dir, du in mir“, heißt es bei Gerhard Tersteegen. 
Es lohnt sich sehr, sich das Grundgebet des christlichen Glaubens vertieft anzueignen. Jesus hat selbst gelernt zu beten, zuhause und in der Gemeinde in Nazareth. Später werden ihn seine Jünger bitten, dass er ihnen ein eigenes Gebet lehrt. Das Vaterunser, das das Normgebet der Christen werden wird. Aber was tun wir, wenn wir beten? Wie lernen wir zu beten?
Warum redet Jesus Gott mit „Vater“ an? Wer ist das, „Vater“? Versperrt Jesus damit nicht allen den Weg zum Glauben, die ein problematisches Bild vom eigenen Vater haben? Und um was bitten wir nicht alles in diesem Gebet: Heiligung des Namens, Vergebung, das Reich Gottes und anderes was nicht so weit oben auf unserem Wunschzettel steht. Um was bitten wir Gott in diesem Gebet?
Pfarrer Gerhard Knodt predigt im August dreimal zum Vaterunser. Eine kleine Reihe unter diesen Überschriften: 

I. Beten lernen. (9.8., 10.00 Uhr, Spitalkirche)

II. Warum „Vater“? (23.8., 8.15 Uhr, Oberkrumbach / 10.00 Uhr Johanneskirche)

III. Wenn Gott Macht hat … (30.8., 9.30 Uhr, Altensittenbach)


„Ich sauge noch heutigen Tages am Vaterunser wie ein Kind. Ich trinke und esse davon wie ein alter Mensch und kann nicht satt werden.“  Martin Luther

Die Bläser im Chorraum der Jakobskirche
Bildrechte Thomas Geiger

Im Rahmen der Weltrekord-Challenge der bayerischen Posaunenchöre war die Nürnberger Jakobskirche am Freitagabend, den 31. Juli 2026, gut gefüllt. Trotz der sommerlichen Hitze wollten viele Besucherinnen und Besucher dabei sein und den musikalischen Weltrekord miterleben. Den einen oder anderen Altensittenbacher hat man dort gesehen. Die Stimmung war auf jeden Fall gut, viele haben die Musik einfach nur genossen, andere haben bekannte Lieder mitgesungen und sich anstecken lassen.

Auch Altensittenbach war bei dem Weltrekordversuch vertreten – gemeinsam mit den Posaunenchören aus Neustett und Veitsbronn. Zur 37./38. Stunde der Challenge wurde gemeinsam musiziert und ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Die drei Posaunenchöre haben im Wechsel – so wie alle nachfolgenden Chöre auch - eineinhalb Stunden ohne Pause gespielt. Das war die Herausforderung des Wettbewerbs, 72 Stunden ununterbrochene Musik. Beim Wechsel zwischen den einzelnen Gruppen durfte zwar kurz gesprochen und die nächste Dreiergruppe angekündigt werden – eine Pause durfte es jedoch nicht geben.

So reihten sich unglaublich viele, manchmal auch im Laufe der Tage doppelt gespielte alte Choräle, moderne geistliche Lieder und bekannte Melodien aneinander.

Beim Altensittenbacher Posaunenchor stand u.a.auf dem Programm „Greensleeves“, „Die Erde ist schön“, „Du meine Seele, singe“, „Geh unter der Gnade“, „Das Leben bringt viel Freude“ und „10.000 Gründe“. Auch „Yesterday“ und „When I’m Sixty-Four“ von den Beatles sorgten für Abwechslung. Dazu kamen bekannte Lobpreislieder wie „Lobe den Herrn, meine Seele“ und „Groß ist unser Gott“.

Die Altensittenbacher Bläserinnen und Bläser
Bildrechte Thomas Geiger

Gerade die bunte Mischung machte den Abend zu etwas Besonderem. Ganz beschwingt hat so manch einer die Kirche verlassen. Altensittenbacher Besucherinnen und Besucher fanden auf jeden Fall: „Das war eine wunderschöne Veranstaltung und „goud gschpield hamn se“.

Der Wettbewerb hat zeitgleich zum Bardentreffen in Nürnberg stattgefunden. Barden waren ursprünglich Dichter und Sänger, die vor allem Geschichten, Heldentaten und Legenden mündlich vorgetragen haben – meist begleitet von einem Instrument. Und im weitesten Sinne sind unsere Posaunenchöre ja auch Barden, die Lieder mit christlichem Inhalt vortragen, zu denen oft gesungen wird. Insofern hat der Wettbewerb wunderbar nach Nürnberg gepasst.

Christl Schäfer-Geiger



 

Ursula Wolfermann spricht
Bildrechte Thomas Geiger

Lange zurück liegt der Start der ehrenamtlichen Arbeit von Ursula Wolfermann. Wer für 65 Jahre geehrt wird, hat in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begonnen. Barbara Weider interviewte sie am Nachmittag des Gemeindefestes.

Begonnen hat ihr Engagement in der Jugendarbeit, wo sie eine Jungschar übernahm, die sie bis zu ihrer Heirat 1975 leitete. Im Laufe der Jahrzehnte war sie in zahlreichen Bereichen aktiv: im Kirchenchor, Seniorenkreis, als Lektorin, bei Geburtstagsbesuchen und in liturgischen Chören. Besonders wichtig war ihr der Seniorenkreis, den sie bis heute leitet. Außerdem organisierte sie 73 Bus- und Tagesfahrten, die sie mit viel persönlichem Einsatz plante und begleitete.

Ihr Ehrenamt hat Ursula Wolfermann persönlich geprägt. Durch die vielen Aufgaben und Begegnungen sei sie selbstbewusster und kommunikativer geworden. Besonders schätzt sie die Gemeinschaft und die Menschen, die sie auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben.

In 65 „Dienst“-Jahren hat sie auch erlebt, wie sich die Kirchengemeinde verändert hat. Manche früheren Angebote gibt es heute nicht mehr, gleichzeitig sind neue Formen des Gemeindelebens entstanden. Wichtig ist ihr, dass Menschen verschiedener Generationen miteinander verbunden bleiben, gemeinsam Gottesdienst feiern und miteinander ins Gespräch kommen.

Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für den Seniorenkreis. Sie möchte ihr Engagement gerne in gute Hände übergeben. Gleichzeitig ermutigt sie besonders junge Menschen, sich einzubringen: „Ehrenamt mache Freude, stärkt die Persönlichkeit und kann einen Menschen nachhaltig verändern“, so die Jubilarin.

Christl Schäfer-Geiger

Posaunenchor Altensittenbach bei der Rüstzeit 2026
Bildrechte Tanja Rösch

Dieses Jahr war es wieder soweit, der Posaunenchor Altensittenbach traf sich zu seiner diesjährigen Rüstzeit im EBZ (Evangelisches Bildungszentrum) Pappenheim. Dabei stellte sich schnell eine Art Motto mit -“doppelt so laut“- für die zweite Stimme heraus, die an diesem Wochenende ganz besonders gefordert war.
Nach dem gemeinsamen Abendessen und der ersten Probeneinheit begannen wir am Samstag sportlich: Bei der „Morgengymnastik“ im Freien sorgten Hampelmänner und Atemübungen dafür, dass alle wach wurden – und dem einen oder anderen vor lauter Luft holen auch etwas schwindelig. Musikalischer Schwerpunkt war die intensive Arbeit mit dem neuen Bläserheft 2026. Gemeinsam wurden neue Stücke einstudiert und vertieft, darunter In Florenz, Bella Ciao und Nostalgia. Außerdem ging es musikalisch einmal quer durch das Bläserjahr: Von Ostern mit „Er ist erstanden“ über Pfingsten mit „Nun bitten wir den Heiligen Geist“, bis hin zu Weihnachten mit einem neu interpretierten „Kling Glöckchen“.

Neben konzentrierten Proben kam auch der Spaß nicht zu kurz. So durfte unser Lukas kurzerhand selbst einmal den Taktstock übernehmen und als Dirigent sein Können unter Beweis stellen. Die Abende klangen in gemütlicher Runde bei dem einen oder anderen Kaltgetränk und vielen guten Gesprächen aus.

Da ein Rüstzeit-Wochenende nicht nur aus Musik besteht, nutzte ein Teil der Gruppe die Pause am Sonntagnachmittag für einen Ausflug zur Burg Pappenheim. Die übrigen blieben im EBZ und sammelten den ein oder anderen "Knobbern" beim Karteln. 

Auch diesmal war die Rüstzeit wieder ein schönes, wenn auch anstrengendes Wochenende. Neben der musikalischen Arbeit standen vor allem die Gemeinschaft und der Spaß im Mittelpunkt – und genau deshalb ist man jedes Jahr aufs Neue gerne wieder dabei.

Ob die zweite Stimme am Ende wirklich doppelt so laut war? Das dürfen die Zuhörer beim nächsten Auftritt selbst beurteilen.

Tanja Rösch

Die Jubilare an der Thomaskirche
Bildrechte Thomas Geiger

18 Jubilare feierten am Sonntag, den 28. Juni 2026 in der Altensittenbacher Thomaskirche die Erinnerung an den Tag ihrer Konfirmation. Zwei Silberne (25 Jahre), vier Goldene (50 Jahre), sechs Diamantene (60 Jahre), vier Eiserne (65 Jahre) und drei Kronjuwelene Konfirmandinnen und Konfirmanden (75 Jahre) freuten sich über den Segen, den ihnen Pfarrer Christian Friedrich im Gottesdienst zusprach. Er predigte über Lukas 14, das große Abendmahl, wo „ein Mensch zum Fest einlädt“ und sich die Geladenen alle entschuldigen lassen. Pfarrer Friedrich hob die bleibende Einladung Gottes hervor und beglückwünschte alle, die dieser Einladung im Vertrauen auf Gott gefolgt sind. Geehrt wurden die Jubilare auch durch die festliche Musik, die der Altensittenbacher Posaunenchor unter Wolfgang Werthner für diesen Sonntag einstudiert hatte. Erstmals spielte auch KMD Gerd Kötter die Altensittenbacher Orgel.

Sr. Teresa Zukic in der Thomaskirche
Bildrechte Thomas Geiger

Ein Abend in der Thomaskirche in Altensittenbach mit der katholischen Ordensschwester Teresa Zukic.

„Sie bekommen von mir noch eine Aufgabe bevor Sie nach Hause gehen“, endet Schwester Teresa ihren Vortrag in der Thomaskirche. „Sie gehen jetzt nach Hause und umarmen erst mal jemanden ganz fest. Und morgen lächeln Sie einen Menschen herzlich an. Wenn er dann fragt, warum Sie das tun, dann sagen Sie: „Ich bin aus Altensittenbach und wir sind so!“