Altensittenbachnews
Manchmal kommt es anderes als man denkt. Ein Wochenende voller Musik, Gemeinschaft und schöner Begegnungen war für das Singteam geplant auf dem Schwanberg. Nachdem der musikalische Leiter leider kurzfristig absagen musste, ging es etwas weniger um das Singen, dafür mehr um das geistliche Miteinander, die Geselligkeit und die Frage, wie sich das Singteam in Zukunft aufstellt. Eine Stadtführung in Iphofen und Spaziergänge rund um den Schwanberg rundeten die Tage ab. So blickten letztendlich alle auf ein gelungenes Wochenende zurück. Die Freizeit wurde unterstützt von der Stiftung St.
Lange zurück liegt der Start der ehrenamtlichen Arbeit von Ursula Wolfermann. Wer für 65 Jahre geehrt wird, hat in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begonnen. Barbara Weider interviewte sie am Nachmittag des Gemeindefestes.
Begonnen hat ihr Engagement in der Jugendarbeit, wo sie eine Jungschar übernahm, die sie bis zu ihrer Heirat 1975 leitete. Im Laufe der Jahrzehnte war sie in zahlreichen Bereichen aktiv: im Kirchenchor, Seniorenkreis, als Lektorin, bei Geburtstagsbesuchen und in liturgischen Chören. Besonders wichtig war ihr der Seniorenkreis, den sie bis heute leitet. Außerdem organisierte sie 73 Bus- und Tagesfahrten, die sie mit viel persönlichem Einsatz plante und begleitete.
Ihr Ehrenamt hat Ursula Wolfermann persönlich geprägt. Durch die vielen Aufgaben und Begegnungen sei sie selbstbewusster und kommunikativer geworden. Besonders schätzt sie die Gemeinschaft und die Menschen, die sie auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben.
In 65 „Dienst“-Jahren hat sie auch erlebt, wie sich die Kirchengemeinde verändert hat. Manche früheren Angebote gibt es heute nicht mehr, gleichzeitig sind neue Formen des Gemeindelebens entstanden. Wichtig ist ihr, dass Menschen verschiedener Generationen miteinander verbunden bleiben, gemeinsam Gottesdienst feiern und miteinander ins Gespräch kommen.
Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für den Seniorenkreis. Sie möchte ihr Engagement gerne in gute Hände übergeben. Gleichzeitig ermutigt sie besonders junge Menschen, sich einzubringen: „Ehrenamt mache Freude, stärkt die Persönlichkeit und kann einen Menschen nachhaltig verändern“, so die Jubilarin.
Christl Schäfer-Geiger
Kürzlich – in einem Seminar – sagt eine ältere Frau: „Ich habe jahrelang so geglaubt: Gott ist Vater, der sorgt für mich, der schützt mich. Jetzt ist das anders. Ich kann es nur so sagen, ‚Gott in mir, ich in Gott.‘ Steht das in der Bibel? Was sagen Sie dazu?“
Offensichtlich hat sich etwas im Glauben dieser Frau verändert. Ein neuer Horizont, ein anderes Bild von Gott taucht auf. Tastend will sie wissen, ob das so in Ordnung ist. Kennen sie solche Fragen? Ist es ist nicht so: wir haben Glauben und Beten gelernt. Kindlich übernehmend in der Vorstellung am Anfang. Aber dann werden wir älter – auch im Glauben. Diese Frau hat dazugelernt. Ist die kindliche Vorstellung jetzt falsch? Sicher nicht. Die Sprache, die sie für ihren Glauben gefunden hat, stammt aus einem Choral, „Ich in dir, du in mir“, heißt es bei Gerhard Tersteegen.
Es lohnt sich sehr, sich das Grundgebet des christlichen Glaubens vertieft anzueignen. Jesus hat selbst gelernt zu beten, zuhause und in der Gemeinde in Nazareth. Später werden ihn seine Jünger bitten, dass er ihnen ein eigenes Gebet lehrt. Das Vaterunser, das das Normgebet der Christen werden wird. Aber was tun wir, wenn wir beten? Wie lernen wir zu beten?
Warum redet Jesus Gott mit „Vater“ an? Wer ist das, „Vater“? Versperrt Jesus damit nicht allen den Weg zum Glauben, die ein problematisches Bild vom eigenen Vater haben? Und um was bitten wir nicht alles in diesem Gebet: Heiligung des Namens, Vergebung, das Reich Gottes und anderes was nicht so weit oben auf unserem Wunschzettel steht. Um was bitten wir Gott in diesem Gebet?
Pfarrer Gerhard Knodt predigt im August dreimal zum Vaterunser. Eine kleine Reihe unter diesen Überschriften:
I. Beten lernen. (9.8., 10.00 Uhr, Spitalkirche)
II. Warum „Vater“? (23.8., 8.15 Uhr, Oberkrumbach / 10.00 Uhr Johanneskirche)
III. Wenn Gott Macht hat … (30.8., 9.30 Uhr, Altensittenbach)
„Ich sauge noch heutigen Tages am Vaterunser wie ein Kind. Ich trinke und esse davon wie ein alter Mensch und kann nicht satt werden.“ Martin Luther
„Wir haben in unseren Gottesdienst alles gepackt, was unsere Gemeinde ausmacht: Kinder und Jugendliche, Musik, Ehrenamt, Gemeinschaft und Glauben“, war das Fazit am Ende des Gottesdienstes. Bei strahlendem Sommerwetter feierte die Kirchengemeinde Altensittenbach ihr diesjähriges Gemeindefest mit einem „Gottesdienst im Grünen“.
Dieses Jahr war es wieder soweit, der Posaunenchor Altensittenbach traf sich zu seiner diesjährigen Rüstzeit im EBZ (Evangelisches Bildungszentrum) Pappenheim. Dabei stellte sich schnell eine Art Motto mit -“doppelt so laut“- für die zweite Stimme heraus, die an diesem Wochenende ganz besonders gefordert war.
Nach dem gemeinsamen Abendessen und der ersten Probeneinheit begannen wir am Samstag sportlich: Bei der „Morgengymnastik“ im Freien sorgten Hampelmänner und Atemübungen dafür, dass alle wach wurden – und dem einen oder anderen vor lauter Luft holen auch etwas schwindelig. Musikalischer Schwerpunkt war die intensive Arbeit mit dem neuen Bläserheft 2026. Gemeinsam wurden neue Stücke einstudiert und vertieft, darunter In Florenz, Bella Ciao und Nostalgia. Außerdem ging es musikalisch einmal quer durch das Bläserjahr: Von Ostern mit „Er ist erstanden“ über Pfingsten mit „Nun bitten wir den Heiligen Geist“, bis hin zu Weihnachten mit einem neu interpretierten „Kling Glöckchen“.
Neben konzentrierten Proben kam auch der Spaß nicht zu kurz. So durfte unser Lukas kurzerhand selbst einmal den Taktstock übernehmen und als Dirigent sein Können unter Beweis stellen. Die Abende klangen in gemütlicher Runde bei dem einen oder anderen Kaltgetränk und vielen guten Gesprächen aus.
Da ein Rüstzeit-Wochenende nicht nur aus Musik besteht, nutzte ein Teil der Gruppe die Pause am Sonntagnachmittag für einen Ausflug zur Burg Pappenheim. Die übrigen blieben im EBZ und sammelten den ein oder anderen "Knobbern" beim Karteln.
Auch diesmal war die Rüstzeit wieder ein schönes, wenn auch anstrengendes Wochenende. Neben der musikalischen Arbeit standen vor allem die Gemeinschaft und der Spaß im Mittelpunkt – und genau deshalb ist man jedes Jahr aufs Neue gerne wieder dabei.
Ob die zweite Stimme am Ende wirklich doppelt so laut war? Das dürfen die Zuhörer beim nächsten Auftritt selbst beurteilen.
Tanja Rösch
Am 21. Juni feierten wir in der Thomaskirche in Altensittenbach einen fröhlichen Familien-Tauferinnerungsgottesdienst zum Thema „Erinnerung“.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kinderchor „Thomaten“, der mehrere Lieder mit passenden Bewegungen vortrug und die Gottesdienstbesucher zum Mitsingen und Mitmachen einlud.
18 Jubilare feierten am Sonntag, den 28. Juni 2026 in der Altensittenbacher Thomaskirche die Erinnerung an den Tag ihrer Konfirmation. Zwei Silberne (25 Jahre), vier Goldene (50 Jahre), sechs Diamantene (60 Jahre), vier Eiserne (65 Jahre) und drei Kronjuwelene Konfirmandinnen und Konfirmanden (75 Jahre) freuten sich über den Segen, den ihnen Pfarrer Christian Friedrich im Gottesdienst zusprach. Er predigte über Lukas 14, das große Abendmahl, wo „ein Mensch zum Fest einlädt“ und sich die Geladenen alle entschuldigen lassen. Pfarrer Friedrich hob die bleibende Einladung Gottes hervor und beglückwünschte alle, die dieser Einladung im Vertrauen auf Gott gefolgt sind. Geehrt wurden die Jubilare auch durch die festliche Musik, die der Altensittenbacher Posaunenchor unter Wolfgang Werthner für diesen Sonntag einstudiert hatte. Erstmals spielte auch KMD Gerd Kötter die Altensittenbacher Orgel.
